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Publikation in MIS Quarterly: Artikel zur Vertrauensbildung von Fachleuten gegenüber KI-basierten Pendants

Eine stilisierte Infografik auf weißem Hintergrund illustriert das Konzept der künstlichen Intelligenz. Im exakten Zentrum des Bildes stehen die beiden großen, schwarzen Buchstaben "AI". Um dieses Zentrum ist eine dreieckige Anordnung von drei runden Medaillons platziert. Das obere, zentrale Medaillon zeigt einen futuristischen, dunklen Roboter oder Androiden, dessen Kopf und Rumpf mit einem leuchtend blauen, neonartigen Schaltungsmuster überzogen sind und dessen Augen hellblau glühen. Die beiden unteren Medaillons zeigen stilisierte Menschen: links ein Mann mit dunklem Haar im Anzug mit blauer Krawatte und rechts eine Frau mit langen, dunklen Haaren und einem roten Oberteil. Alle drei Kreise sind durch dicke, dynamisch fließende Bänder miteinander verbunden, die wie organische Kabel oder Datenströme in Schwarz, Orange, Rot und Blau aussehen und die Verbindung und Interaktion zwischen KI, Mann und Frau symbolisieren. © KI generiert mit Google Gemini
Illustration der triadischen Beziehung zwischen Menschen und KI
Prof. Manuel Wiesche hat zusammen mit drei Kollegen eine Studie im Management Information Systems Quarterly (MIS Quarterly) Journal veröffentlicht.

André Hanelt, Manuel Wiesche, Alexander Benlian, Oliver Hinz (2025) “Opening the Network of Trust: How Domain Experts in Triadic Relationships Build Trust in AI-Based Counterparts”, forthcoming https://doi.org/10.25300/MISQ/2025/18041

Die Studie untersucht, wie Vertrauen aufgebaut wird zwischen Fachleuten und KI-basierten Pendants in Dreierbeziehungen mit Kund*innen. Anhand von Daten aus der Einführung des Robo-Advisors EVA bei der EuroBank untersuchen wir, wie Finanzberater mit Vertrauensproblemen zwischen Undurchsichtigkeit und Leistung sowie Entsetzung und Ergänzung umgehen. Durch relationale Interpretation (Einordnung der Chancen und Risiken von KI in ihre Beziehungsnetzwerke) und relationale Anpassung (Anpassung dieser Netzwerke als Reaktion darauf) durchlaufen Fachexperten drei verschiedene Phasen des Vertrauensaufbaus. Zuerst vermeiden sie Schwachstellen, indem sie die Unvollkommenheiten der KI betonen und Kundeninteraktionen verhindern. Danach sichern sie Schwachstellen durch menschliche Unterstützungsmechanismen und eine kontrollierte Integration der KI ab. Schließlich akzeptieren sie Schwachstellen, indem sie selbst mit dem Robo-Advisor experimentieren und Kundenbeziehungen hybridisieren. Diese dreigliedrige Perspektive zeigt, wie soziale Kontexte die Vertrauensbildung beeinflussen und prägen, und geht über technologiezentrierte Ansätze hinaus, um relationale Dimensionen vertrauensvoller Überzeugungen und Verhaltensweisen bei der Einführung von KI zu berücksichtigen.

Das Journal „Management Information Systems Quarterly“ (MIS Quarterly) gilt als eine der einflussreichsten Fachzeitschriften im Bereich Wirtschaftsinformatik und setzt Maßstäbe für rigorose Forschungsmethodik und theoretische Beiträge.