Gastvortrag: Von soziotechnischen zu anthrodigitalen Systemen – Aktualisierung unseres konzeptionellen Instrumentariums für das digitale und GenAI-Zeitalter

Thema: From Socio-Technical to Anthro-Digital Systems: Updating our Terminological and Conceptual Toolbox for the Digital (and GenAI) Age Die Perspektive soziotechnischer Systeme (STS) bildet seit Jahrzehnten eine zentrale Grundlage der Information‑Systems‑Forschung. Doch in einer Zeit, in der digitale Technologien und die menschliche Interaktion mit ihnen allgegenwärtig geworden sind, stellt sich die Frage, ob diese Perspektive noch den gleichen analytischen Mehrwert bietet wie früher. Gleichzeitig bringt die zunehmende Verbreitung nichtdeterministischer Algorithmen – insbesondere KI – eine neue Klasse digitaler Technologien mit eigenen Eigenschaften und potenziell autonomem Handeln hervor. Vor diesem Hintergrund stellt der Vortrag ein neues konzeptionelles Rahmenmodell vor: anthropodigitale (A-D) Systeme. Dabei beschreibt der „anthro“-Teil die Stärke menschlicher Rollen und Einflüsse innerhalb eines Systems, während der „digital“-Teil den Grad der Determiniertheit der beteiligten digitalen Systeme erfasst. Der Bindestrich steht für die Schnittstellen zwischen menschlichen und digitalen Komponenten. Anhand verschiedener Beispiele zeigt der Vortrag, wie eine A‑D‑Systemperspektive helfen kann, konzeptionelle Fragen – etwa unterschiedliche Formen der Mensch‑KI‑Zusammenarbeit – sowie terminologische Fragen, beispielsweise was eine „Konversation“ zwischen autonomen KI‑Agenten bedeutet, systematisch zu analysieren. Referent: Zeit und Ort: |









